Renate M. MayerMit 10 Jahren bekam ich die erste Foto-Box (6 x 6 Rollfilm), mit 20 eine Minox, dann diverse Ritsch-Ratsch-Kameras, mit 40 die erste Canon-Spiegelreflex und einige Nachfolger, mit 70 die erste Digitalkamera. Mit der Systemkamera Fuji Finepix S1 arbeite ich Seit 4 Jahren und bin dabei, sie zu entdecken. Noch ist die Automatik-Einstellung Favorit.

Immer haben mich Details mehr interessiert als die Totale, Gesichter von Menschen und Tieren und vor allem Spiegelungen ziehen mich an. Die Gestaltung des Bildes beginnt idealerweise beim Blick durch den Sucher. Die Komposition aus Flächen, Linien und Farben ist mir wichtiger als die Darstellung des jeweiligen Gegenstandes. Von einigen Randbeschnitten abgesehen bearbeite ich meine Fotos (jpg) bisher nicht.

Malen mit der Maus: Seit 2020 habe ich begonnen, Fotos aus meinem Archiv digital so zu verfremden und zu reduzieren, dass ihre malerische Komponente zum Tragen kommt. Dafür wähle ich Landschaften, Portraits und Detailaufnahmen. Wichtig ist mir innerhalb der Bildkomposition die Arbeit mit Farbflächen, die keineswegs mehr dem Originalfoto entsprechen müssen. Das ganze nenne ich Fotomalerei.

Seit 1999 haben sich 22 Ausstellungen zu unterschiedlichen Themen – teils mit eigenen Gedichten ergänzt – an verschiedenen Orten ergeben.